Horizontaler und vertikaler Betrieb Die meisten Rohröfen sind horizontal ausgerichtet, da das Probenschiffchen in das Ofenrohr geschoben werden kann und das Gas ungehindert von einem Ende zum anderen strömen kann. Der horizontale Betrieb eignet sich für allgemeine Wärmebehandlungen, Pulverkalzinierung, Vakuumglühen und viele Gasreaktionsexperimente.
4. Gasanalyse und Sensorforschung Gassensoren, Katalysatorsensoren, Keramikelemente und funktionelle Dünnschichten werden typischerweise unter kontrollierten Gasstrom-Heizbedingungen getestet. Kleine Rohröfen können eine lokal begrenzte Hochtemperaturumgebung um das Sensorelement erzeugen, während Verkabelung, Gasanschlüsse und Messgeräte außerhalb der Hochtemperaturzone bleiben.
Die horizontale Anordnung eignet sich typischerweise für den Gastransport entlang des Rohrs, während die vertikale Anordnung für Prozesse geeignet ist, die von der Schwerkraft, der Partikelsedimentation oder der gezielten Platzierung von Vorläufersubstanzen beeinflusst werden. In bestimmten Konfigurationen kann die kompakte Heizzone relativ zum Rohr bewegt werden, was eine schnelle Probenentnahme ermöglicht, sofern die mechanische Vorrichtung dafür ausgelegt ist.