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Horizontaler und vertikaler Betrieb Die meisten Rohröfen sind horizontal ausgerichtet, da das Probenschiffchen in das Ofenrohr geschoben werden kann und das Gas ungehindert von einem Ende zum anderen strömen kann. Der horizontale Betrieb eignet sich für allgemeine Wärmebehandlungen, Pulverkalzinierung, Vakuumglühen und viele Gasreaktionsexperimente.
4. Gasanalyse und Sensorforschung Gassensoren, Katalysatorsensoren, Keramikelemente und funktionelle Dünnschichten werden typischerweise unter kontrollierten Gasstrom-Heizbedingungen getestet. Kleine Rohröfen können eine lokal begrenzte Hochtemperaturumgebung um das Sensorelement erzeugen, während Verkabelung, Gasanschlüsse und Messgeräte außerhalb der Hochtemperaturzone bleiben.
Die horizontale Anordnung eignet sich typischerweise für den Gastransport entlang des Rohrs, während die vertikale Anordnung für Prozesse geeignet ist, die von der Schwerkraft, der Partikelsedimentation oder der gezielten Platzierung von Vorläufersubstanzen beeinflusst werden. In bestimmten Konfigurationen kann die kompakte Heizzone relativ zum Rohr bewegt werden, was eine schnelle Probenentnahme ermöglicht, sofern die mechanische Vorrichtung dafür ausgelegt ist.
Bei Laborgeräten steht oft der Bedarf an maximaler Leistung im Vordergrund; viele Routineexperimente benötigen jedoch keine großen Reaktionskammern, ausgedehnte Heizzonen oder hohe Leistungsaufnahme. Forscher müssen mitunter lediglich wenige Milligramm Katalysator, ein kurzes Stück Draht, ein mit Pulver gefülltes Mikroschiffchen, ein kleines Substrat oder eine Sensorkomponente erhitzen. In solchen Fällen bieten kleine Öfen im Vergleich zu herkömmlichen, großtechnischen Systemen eine einfachere Installation, schnellere Integration und geringere Betriebskosten.
Der Röhrenofen ist eine Hochtemperatur-Experimentieranlage mit CE-Zertifizierung. Er verfügt über eine Schnellkupplung mit Vakuumflansch und einen Hochleistungsdichtring, wodurch sich ein oder beide Enden des Ofenrohrs schnell öffnen und schließen lassen. Dies erleichtert die Probenentnahme und -platzierung und verbessert die Effizienz der Experimente. Der Röhrenofen ist für Temperaturen bis zu 1200 °C und im Vakuum geeignet. Das Ofenrohr des Röhrenofens kann als 1-Zoll- oder 2-Zoll-Ofenrohr aus hochreinem Quarzglas konfiguriert werden. Das Temperaturregelsystem des Röhrenofens umfasst 30 Heiz- und Kühlkurveneinstellungen und erreicht eine Temperaturgenauigkeit von +/-1 °C. Röhrenöfen werden hauptsächlich in Bereichen eingesetzt, die hohe Temperaturen und strenge Atmosphären erfordern, insbesondere für die Materialsynthese im Labor, die Wärmebehandlung, das Sintern und die Modifizierung von Batteriematerialien sowie die Katalysatorforschung. Hochtemperaturprozesse erfordern hohe Effizienz und einfache Bedienung.